Aktuelle Hinweise für Landeigentümer und Bewirtschafter
Palu, ANK NABO, Beratung und Veranstaltungen im Elbe-Weser-Raum
Auf einen Blick
| Thema | Worum geht es? | Zuständige Information |
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Palu-Förderrichtlinie | Bundesförderung für Wiedervernässung, Kompensation und angepasste Nutzung von Moorböden. | Landwirtschaftliche Rentenbank / BMUKN |
ANK NABO | Zuschussprogramm für Maschinen und Geräte zur Stärkung natürlicher Bodenfunktionen. | Landwirtschaftliche Rentenbank |
Regionale Beratung | Erstberatung zu Fördermöglichkeiten, Rechtsrahmen, Standort und möglichen Maßnahmen. | LWK Niedersachsen, Moorschutzberatung Elbe-Weser |
Palu-Veranstaltungen | Kostenlose Informationsveranstaltungen zur Palu-Förderrichtlinie. | KoMoor / Regionalbüro ANK Niedersachsen |
1. Palu-Förderrichtlinie des Bundes
Worum geht es? Die Palu-Förderrichtlinie ist ein Förderprogramm des Bundes im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Gefördert werden Vorhaben, die auf eine dauerhafte und weitgehende Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorböden abzielen und zugleich eine angepasste Nutzung dieser Flächen unterstützen. Das Programm wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank im Auftrag des Bundesumweltministeriums umgesetzt.
Für wen kann das relevant sein? Relevant kann die Richtlinie insbesondere für Eigentümerinnen und Eigentümer, Bewirtschafter, Wasser- und Bodenverbände, Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure sein, wenn Flächen, Wasserwirtschaft, Nutzung und Eigentumsfragen zusammen betrachtet werden müssen.
Wie ist Palu aufgebaut? Die Förderung ist modular aufgebaut. Dadurch können einzelne Schritte - von Beratung und Planung bis zur technischen Umsetzung, Kompensation und angepassten Bewirtschaftung - getrennt betrachtet werden.
So ist Palu aufgebaut:
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Modul 1: Beratungsleistungen zu Wiedervernässung, Nutzungsmöglichkeiten und betrieblichen Umsetzungskonzepten.
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Modul 2: Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für ein Wassermanagement zur dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung - von fachlichen, planerischen und rechtlichen Voraussetzungen bis zu technischen und hydrologischen Voraussetzungen.
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Modul 3: Kompensation der Auswirkungen einer dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung, insbesondere Ausgleich für Wertverluste bei Flächen sowie Ertragsverluste nach Wiedervernässung.
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Modul 4: Unterstützung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung von Moorbodenflächen nach erfolgreicher Wiedervernässung, etwa durch Spezialtechnik, Flächenanpassungen für Paludikulturen, Aufbereitung und Lagerung von Erntegut sowie Beratung und Schulung.
Interessenbekundungen 2026 nach derzeitiger Information:
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Modul 1 und 2.A: 29. Juni bis 15. September 2026
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Modul 2.B und 3: 28. September bis 31. Dezember 2026
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Modul 4: 2. November 2026 bis 29. Januar 2027
Weitere Informationen:
2. ANK NABO: Förderung für Maschinen und Geräte
Worum geht es? ANK NABO ist ein weiteres Zuschussprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Es richtet sich auf Investitionen in Maschinen und Geräte, die natürliche Bodenfunktionen in Agrarlandschaften stärken. Dazu zählen nach den Informationen der Rentenbank unter anderem bodenschonende Technik, Geräte zur Verringerung des Bodendrucks, Technik zur mechanischen Unkrautbekämpfung sowie Geräte für extensive Grünlandbewirtschaftung. Für nasse oder wiedervernässte Moorböden kann insbesondere passende Maschinentechnik ein praktischer Anknüpfungspunkt sein.
Für wen kann das relevant sein? Antragsberechtigt sind nach Angaben der Rentenbank unter anderem landwirtschaftliche Betriebe, landwirtschaftliche Lohnunternehmen, anerkannte Naturschutzorganisationen und gewerbliche Maschinenringe. Welche Maschinen und Geräte konkret förderfähig sind, ergibt sich aus der Positivliste und den technischen Mindestanforderungen der Rentenbank.
Aktueller Hinweis: Für ANK NABO verweist die Rentenbank auf aktuelle Hinweise und Fristen auf ihrer Programmseite. Interessierte sollten dort insbesondere die Punkte „Aktuelles“, „Positivliste“, „Dokumente und Formulare“ sowie „Schritte der Antragstellung“ prüfen.
Weitere Informationen:
3. Regionale Erstberatung: Landwirtschaftliche Moorschutzberatung Elbe-Weser
Worum geht es? Die Landwirtschaftliche Moorschutzberatung Elbe-Weser ist ein Projekt der Zukunftsregion Moorregion Elbe-Weser bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Beratungsstelle soll landwirtschaftlichen Betrieben sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümern eine niedrigschwellige, kostenlose Erstberatung ermöglichen. Themen sind unter anderem Fördermöglichkeiten, Rechtsrahmen, Standorteinschätzung, mögliche Maßnahmen sowie die Vermittlung an zuständige Fachstellen wie Untere Naturschutzbehörden, Untere Wasserbehörden oder Wasser- und Bodenverbände.
Ansprechpartnerin bei der LWK Niedersachsen:
Meike Backes, Dipl.-Ing. agr.
Projekt Landwirtschaftliche Moorschutzberatung Elbe-Weser
Telefon: 04761 9942-154
Mobil: 0152 5478 2076
E-Mail:
Weitere Informationen:
4. Palu-Informationsveranstaltungen in der Region
Worum geht es? Das Koordinierungszentrum Moorbodenschutz Niedersachsen und das Regionalbüro ANK Niedersachsen bieten eine Veranstaltungsreihe zur Palu-Förderrichtlinie an. Dort wird die Richtlinie vorgestellt; außerdem werden Praxiserfahrungen mit Paludikulturen aufgegriffen.
Für die Region sind derzeit folgende Termine genannt. Weitere Termine finden Sie auf der entsprechenden Webseite:
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Ritterhude: 15. Juni 2026, 10.00 bis 13.00 Uhr, Hamme Forum, Riesstraße 11, 27721 Ritterhude
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Gnarrenburg: 18. Juni 2026, 10.00 bis 13.00 Uhr, Bürgerhaus Gnarrenburg, Bahnhofstraße 1, 27442 Gnarrenburg
Anmeldung und weitere Termine: Die Anmeldung erfolgt über die Seite des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Dort sind auch weitere Termine der Veranstaltungsreihe aufgeführt.
Weitere Informationen:
Erste Orientierung für Betriebe und Flächeneigentümer
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Liegt die Fläche auf Moorboden oder in einem Gebiet mit Mooranteilen?
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Gibt es Interesse an einer Erstinformation zu Wasserständen, Nutzungsmöglichkeiten oder Förderwegen?
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Besteht Beratungsbedarf zu Eigentum, Bewirtschaftung, Wasserwirtschaft oder Zuständigkeiten?
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Ist bodenschonende oder moortaugliche Technik für den Betrieb, ein Lohnunternehmen oder eine Kooperation relevant?
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Kommt ein gemeinsamer Ansatz mit Nachbarflächen, Wasser- und Bodenverband, Kommune oder weiteren Akteuren in Betracht?